Posts mit dem Label Süßes werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Süßes werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Recycle your Xmas

Ich bin mir nicht sicher:
Zeige ich ein Rezept oder geht es in Richtung DIY?
Außerdem probiere ich heute mal was Neues auf meinem Blog.

In diesem Sinne zuerst einmal: Willkommen im neuen Jahr ☺

Bei uns bleibt der Weihnachtsbaum und die Deko bis zu den heiligen drei Königen stehen. Demzufolge wurde gestern also abgeschmückt und abgehangen wurden u.a. zum ersten Mal Zuckerstangen. Auf Pinterest habe ich gesehen, dass einige ihre Stangen schmelzen und sozusagen neue Bonbons herstellen. Das habe ich direkt mal ausprobiert.

Vom Baum in den Ofen

Alle Zuckerstangen steckte ich in einen Gefrierbeutel und schlug ordentlich mit einem Holzlöffel drauf. Solange bis sie klein waren. Wobei ich da wohl ein bischen zu viel zugeschlagen hab, denn ein wenig staubte es schon *hust*

Wer sagt hier Plätzchenduft und schon liegt Weihnachten in der Luft?

"Das große Backen" habe ich gestern Abend zum ersten Mal  auf Sat1 geschaut. Darin kämpfen die Kandidaten um den Titel "Deutschlands bester Hobbybäcker" und müssen ihr Können in unterschiedlichen sog. Challenges beweisen. Immer angefeuert von Enies "Auf die Plätzchen...Fertig...Backt!". Letztes Wochenende war bei mir ebenfalls großes Backen angesagt.  Ich konnte nicht anders, es wurde Zeit.

 Nachdem es allüberall auf euren Blogs stand, 
wo ich wirklich viele leckere Plätzchen fand. 
Ich kramte meine lange Liste mit euren Rezepten hervor 
und schaltete das Radio ein. Es lief Dancefloor.

Ein wenig Weihnachtsstimmung mit eigenen Gedichten bitte schön? Na gut, besser durch Plätzchen backen. Das war mein Ziel. Damit das Ganze stressfrei abläuft, bereitete ich mich dementsprechend gut vor. Dachte ich zumindest.

Griechische Engelsbröckchen

Was mir an Zutaten fehlte, hatte ich vormittags eingekauft und sogar am Vorabend die Butter rausgestellt, damit sie zimmerwarm und weich ist. Ausserdem notierte ich mir die Reihenfolge der Rezepte, um die unterschiedlichen Kühlzeiten der verschiedenen Teige zu berücksichtigen. Alles war klasse, ich hatte richtig Lust auf superoberaffeng**** Plätzchen und meine Küche sollte sich für einen Nachmittag in eine stimmungsvolle Weihnachtsbäckerei verwandeln. 

Ich begann mit dem Teig für  Bettinas griechische Engelsbröckchen. Der herrliche Duft des Bittermandelaromas lag noch in der Luft, selbst nachdem die Teigmasse bereits im Kühlschrank verschwunden war.

Griechische Engelsbröckchen lecker leicht durch die Bittermandel

Viel Teig. Wenig Schüssel.
Schon früh, nämlich gleich beim zweiten Teig begann in mir erster, leichter Unmut aufzusteigen. Nach jedem Rezept musste ich die Rührschüssel samt Rührhaken meiner Maschine säubern. *ächz* Halb so wild, beruhigte ich mich, es sind schließlich nur sieben Rezepte.

Statt Zimtbrezeln, wurden es bei mir Zimtkronen

Wer soll das ALLES eigentlich essen?
Allein die Menge an Tanjas Zimtbrezeln erschien mir zuviel für meinen Broemmel und mich. Also halbierte ich daraufhin bei fast jedem Rezept die Mengen. Wie ich später feststellen durfte, ein sehr gute Entscheidung. Zwar hatte ich die Zutatenlisten vorher durchgeschaut, meine Vorräte abgeglichen und entsprechend eingekauft, aber... 

Die Gesamtmenge habe ich halbiert
und dafür die Menge an Kakao mehr als verdoppelt ;-)

 ...wie war das doch gleich mit dieser Weihnachtsmaus
Also ich habe garantiert die benötigte Menge Butter richtig zusammengerechnet (*räusper* wer hat denn gerade noch so wegen der Mathematik und so ....*schluck*)
Ebenso bin ich 100 Pro sicher, dass mein Puddingpulver morgens noch Vanillegeschmack hatte. Nicht Schokolade. Obendrein ist da noch die Sache mit dem vielen Puderzucker. Ich war immer schon der Meinung, dass das übermäßige Bestäuben damit komplett überbewertet wird. Wirklich! Sage ich ständig.

Sowie 1TL Zimt direkt mit in den Teig gegeben

Die Sachen liegen immer woanders.
Diese Woche hat mein Broemmel den Haustürschlüssel verlegt. Wobei Haustürschlüssel vorbehaltlos für alles Mögliche stehen kann. Zum Beispiel für Uhr. Oder er hat seinen Schal verlegt ("hast du im Bad geguckt?" .... "Ah! Hab ihn."). Oder er findet seine Hausschuhe nicht (ständig). Oder...
Ich finde immer seine Sachen. Immer! Egal wie lange er vorher gesucht hat. Immer! Auch dort, wo er selbst schon zweimal nachgeschaut hat. Immer! Leider lernt er nie dazu und schafft es nicht für seine Sachen einen festen Ablageort zu bestimmen. Er legt Alles dorthin, wo er gerade steht und just die Hände frei haben will. Ich fände das Ganze ja halb so wild, wenn er sich wenigstens daran erinnern würde.

Der Name kommt von mir, das Rezept von Bettina:
Kakao-Orangentaler

Ich brauchte Zitronenabrieb. Für Zitronenabrieb reibt man nunmal eine Zitrone ab. Mit einer Reibe. Nee, ist klar. Jedenfalls ist unsere kleine Reibe für 'n A* -die Tonne! Viel zu grob und viel zu stumpf. Eigentlich müssten wir uns mal eine Neue kaufen. Haben wir doch eigentlich!? Nicht? Schade, ich dachte ... 

Während ich die Zitrone immer und immer wieder über die Reibe jagte, drückte ich jedes Mal fester. So fest, bis ich irgendwann abrutschte. Autsch! Ein riesen Loch im Daumen und zwar eines von der Sorte, die hinterher noch richtig weh tun. 

Dessen ungeachtet werde ich nie verstehen, wieso die Reibe plötzlich doch scharf ist

btw: Backkakao lässt sich nicht gut "streuen"

Apropos: Die neue Reibe lag in der anderen Schublade. 
Ich vermute durch den vielen Mehlnebel habe ich sie nicht gesehen.
Nochmal apropos: Mein Broemmel hat sie dort "anders" eingeordnet.
Ein letztes Mal apropos: Seine Uhr war im Koffer. Seit zwei Monaten. 
Richtiges Auspacken ist aber ein anderes Thema.
Das allerletzte Mal apropos: Meint er.

Damit's gut funktioniert,
nach jedem stempeln in Mehl drücken

Klassisches Handwerk.
Des Weiteren war eine der Herausforderungen, welcher sich die Backshow-Kandidaten gestern stellen mussten, die "Technische Prüfung". Ich vermute die richtige Konsistenz vom Teig herzustellen fällt genauso in die Kategorie des klassischen Handwerks. 

Statt Mandelschnitten bei mir Mandelsterne


So fehlte es meinem Teig bei Nicoles Mandelschnitten gewissermaßen an Geschmeidigkeit. Er riss mir immer wieder auf und alles Kneten war vergeblich. Glückseidank hatte ich einen Tag vorher noch bei Dekoherzal von Birgits Backkampf gelesen und wusste von der Rettung durch Milch. Hat geklappt. Glückseidank.

Und wenn Hagelzucker fehlt,
dann tut's genauso gut brauner Rohrzucker

Die letzte Chance
Überdies habe ich Christianes Rezept für Apfelsinenstäbchen nachgebacken. Im ersten Versuch drückte ich den Teig in meine Herz-Silikonform. Grundsätzlich keine schlechte Idee, aber leider passte die Backzeit dafür nicht und das Ergebnis fiel nicht wie gewünscht aus. Den restlichen Teig habe ich daraufhin normal gebacken und lasse mir für die erste Ladung noch was einfallen...
Die Apfelsinenstäbchen sind nicht dunkel geworden.
ts ts ts...
Steht schließlich extra im Rezept "Aufpassen"

Außergewöhnliche Gewürzkombination
Fast schon exotisch fand ich zunächst die Rosmarin-Heidesand-Plätzchen von Doreen. Seit wann kommen denn Kräuter in Kekse? Doch wer hätte früher schon Erdbeeren mit Pfeffer gegessen? Auch wieder wahr und da ich nun einmal zu denjenigen gehöre, die einerseits gerne selber probieren und andererseits hinterher wirklich mitreden wollen, musste ich ihr Rezept nachbacken.
Hach, ich sage euch: Probiert sie unbedingt aus

Der Rosmarin erinnert überhaupt nicht an italienische Fleischsoße. Bei der ersten Plätzchen-Verkostung dachte ich vielmehr an Anis. Ich finde sie in der Tat sehr, sehr lecker!

Rosmarin-Heidesand

Zeit für Liebe und Gefühl, heute bleibt's nur draußen kühl.
Kerzenschein und Plätzchenduft, Weihnachten liegt in der Luft.
Für dieses Zitat fand ich keinen Verfasser und er scheint unbekannt zu sein. Ich kann mir gut vorstellen aus welchem Grund. Bestimmt hat er das irgendwie anders formuliert a la "...ich geh so lange an die Luft" und sich verdrückt sobald drinnen der Backwahnsinn tobte, von wegen Weihnachtsstimmung und so. Ich fand die Backerei anstrengend und beendete den Backtag ziemlich erschöpft und mit "Rücken". 

Absolut empfehlenswert.

Alle Jahre wieder. Wirklich?
Wie nächstes Jahr laufen wird, das weiß ich immerhin. Wenn ihr gerade beginnt eure Rezepte zu posten, mampfe ich bereits genüsslich meine Plätzchen. 

Notiz an mich selbst:
Der Teig sollte möglichst an allen Stellen gleichmäßig dick sein!

Und zwar Gekaufte. Aus der Bäckerei. Schließlich muss irgendwer deren Weihnachtsumsatz finanzieren und für sichere Arbeitsplätze sorgen.

In diesem Sinne: 
Auf die Plätzchen...Fertig...Danke!
Naddel :-)

Eis - Muffins

Es ist schon etwas länger her, aber ich habe auch schon mal Glück gehabt und etwas gewonnen!
Bei Franzi Sophie konnte ich ein tolles Buch über Muffins und Co ergattern ;-)

Jetzt hatte ich endlich mal eine gute Gelegenheit ein Rezept daraus auszuprobieren, da sich eine liebe Freundin zu Besuch angekündigt hatte. Ich habe darin geblättert und konnte mich kaum entscheiden. Bis ich auf das Rezept für die Eis-Muffins gestossen bin.

Nachdem ich alle Zutaten eingekauft hatte, stellte ich Zuhause leider fest, dass meine Waage nicht mehr funktioniert : Batterie alle! ...Leider auch bei der Zweitwaage.

Tja ja ...Doch wir wissen uns ja irgendwie zu helfen ;-)

Deswegen habe ich einfach mit Verkaufseinheiten gearbeitet und so gleich ein komplettes Kilo Erdbeeren verarbeitet! Da ein ganzes Kilo Erdbeeren viel mehr war, als ich für die Eis-Muffins benötigte, habe ich jetzt noch ganz viel Erdbeermarmelade. Außerdem musste das gesamte Rezept noch ein wenig meiner Küche angepasst werden indem ich etwas Resteverwertung mit einer reife Banane und 'ner halben Zitrone vom Vortag betrieb.

Das bzw. die Rezepte sind total einfach, wobei ich euch nur die Kombi "Erdeebermarmelade und Eis-Muffins" anbieten kann. Denn nur so stimmen meine verwendeten Mengeneinheiten. 

Auf geht's. Zuerst die Erdbeermarmelade. Ihr braucht

1 Tasse (~200ml) Orangensaft
1 Kg Erdbeeren
1/2 Zitrone
1 Banane
500g Gelierzucker 2:1

Erdbeeren säubern,entkelchen und klein geschnitten mit dem O-Saft in einem Topf aufkochen. Die zerdrückte Banane und den Saft der Zitrone dazu geben. Evtl. pürieren, wenn ihr es fein haben wollt.Nun nur noch den Gelierzucker einrühren.

Alles 3 Minuten kochen lassen.
Sofort in heiß ausgespülte Gläser mit Schraubverschluss füllen. Fertig.


Wenn ihr noch die Eis-Muffins ausprobieren wollt, nehmt euch
von der Erdeermarmelade 300ml  ab. Dann noch
100g Baisertupfen
400ml Schlagsahne
1 Pckg. Vanillinzucker (nach Geschmack)
12 Muffinförmchen

Die Marmelade abkühlen lassen. Währenddessen zerdrückt ihr die Baisertupfen in der Tüte grob und schlagt die Sahne solange, bis sie steif ist. Wer mag gibt Vanillinzucker dazu. (Ich habe ihn weg gelassen, weil mir die Süße der Marmelade & Baiser schon ausreichte.)

Jetzt hebt ihr die Sahne nach und nach unter die erkaltete Marmelade, sowie anschließend die zerbröselten Baisertupfen.

Die Eismasse in die Muffinförmchen füllen und für 5 bis 6 Stunden ins Gefrierfach. Fertig.


Ich habe festgestellt, dass es besser ist die Eis-Muffins vor'm Servieren etwas eher rauszunehmen und sie leicht antauen zu lassen. So können sie leichter aus dem Papier genommen werden und in ein Schälchen mit Sahne und einer Erdbeere als Topper serviert werden.


 Übrigens hat mir meine Freundin ein kleines Geschenk mit gebracht. Als hätte sie es geahnt, dass ich Muffins mache ist es ein Stoffanhänger mit Muffinaufdruck.

Vielen lieben Dank ;-)



So und euch wünsche ich guten Appetit und viel Vergnügen beim Ausprobieren!

(-: Eure Naddel :-)