Zwei Tage lang will ich schon diesen Artikel online stellen. Ständig muss ich unterbrechen weil jemand an der Tür steht, sich spontan Termine ergeben oder das Telefon klingelt und irgendwas geregelt werden will. Doch glaubt nicht, das wäre nur gestern und heute so, denn ganz eigentlich wollte ich schon letzte Woche posten. Da lief es jedoch ähnlich ab.
Wogegen aus der Bahn geworfen hat mich die Nachricht über die beabsichtigte Versetzung von mir und zwei weiteren KollegInnen in eine andere Abteilung. Leider kann ich zum jetztigen Zeitpunkt aber gar nicht viel darüber erzählen. Es ist nämlich so,
dass bei uns ziemlich viel umstrukturiert wird und ich selbst nicht über alles Bescheid weiß und richtige Informationen besitze. Gewiss kann und werde ich jedoch irgendwann einmal die ganze Geschichte erzählen.
Für mich war das allerdings im ersten Augenblick aufwühlend. In solchen Momenten würde ich liebend gerne meinen Koffer packen und los fahren. Runterkommen und abschalten. Ab in die Provence und zurück an die Ardèche um gemütlich einen Wein der Côtes du Rhône zu schlürfen.
Um unsere Auberge zu erreichen sind wir durch Saint-Martin gefahren. Von dort geht der Weg nach Saint-Julien-de-Peyrolas über eine Hängebrücke, die über den Fluß Ardeche führt. Als ich die Brücke das erste Mal sah, fragte ich meinen Broemmel ob wir hier wohl richtig sind: Das ist doch eine Fußgängerbrücke?
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Die sehr enge ...also wirklich schmal Hängebrücke,
von Saint-Martin-d’Ardèche nach Aiguèze. |
Da habe ich mich aber getäuscht! Eine Ampel regelt den Verkehr und sorgt dafür, dass die Brücke nicht gleichzeitig von beiden Seiten befahren wird. Die ist nämlich soooooo schmal, dass neben einem Auto gerade eben noch Platz für Fußgänger ist. Für mich bedeutet das absoluter Nervenkitzel und Luft anhalten bis wir auf der anderen Seite heile ankamen.
Am ersten Tag nach unserer Ankunft sind wir zu Fuß nach St. Martin um die Brücke und den Ort zu erkundschaften.
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Unser Wanderweg war nicht an jeder Stelle trocken,
also zogen wir spontan die Schuhe aus. |
Saint-Martin ist klein aber touristisch und bietet einige Cafes und Sitzmöglichkeiten nahe des Wassers. Von dort aus hatten wir einen schönen Blick in das Ardechetal und genossen die weite Landschaft.
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Die Platane haben mich gleich vom ersten Tag an fasziniert.
Sie stehen dort fast in jedem Ort. |
Auf der anderen Uferseite sahen wir das Örtchen Aiguèze. Das Dorf liegt etwas höher auf einem Felsvorsprung und wir erkannten den Kirchturm und den Bergfried.
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Foto li.: Blick von der Brücke Richtung Aiguèze.
Foto mi.: von da nach dort gelaufen und den ersten Tag genossen!
Foto re.: der Blick zurück von Aiguèze aus. |
Aiguèze ist mein kleiner ♥Lieblingstipp.
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| Weinfeld vor Aiguèze |
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Unten links ist gut zu erkennen, dass das Dort am Felsen gebaut ist
und man von dort oben einen tollen Ausblick hat |
Das Dorf ist Mittelalter pur mit seiner imposanten Kirchturmspitze, den gemütlichen Gassen, alten Türmchen und dem vielen Kopfsteinpflaster überall. Im Nachhinhein erfuhr ich, dass es zu den schönsten Dörfern Frankreichs gehört und ich kann nur empfehlen sich davon selbst zu überzeugen!
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| Schön, oder? |
Weil wir es so schön fanden, waren wir deswegen am vorletzten Urlaubstag nochmal dort.
Doch
beim zweiten Mal waren wir sehr überrascht: plötzlich sah
alles anders aus. Schnell war klar aus welchem Grund. Beim ersten Besuch
waren wir während der Mittagszeit in Aiguèze. In Frankreich gibt es
kein Ladenschlussgesetz wie bei uns. Die Öffnungszeiten sind daher oft
unterschiedlich und gerade während der Mittagszeit haben viele geschlossen. Besonders die Geschäfte in kleineren Orte.
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| Flanieren in enge Gassen bei Laternenlicht und unter Olivenbäumen verweilen. |
Wir sahen vorher auch weniger Ladenschilder an den Hauswänden und so war es sehr spannend plötzlich dort Geschäfte zu entdecken, wo wir zuvor niemals Eines vermuten hätten. Zum Glück waren wir nochmal dort, denn so entdeckte ich L’atelier_de_Nia!
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Während der Mittagspause sind die Fensterläden geschlossen
und die Schilder im Haus. |
Dort fand ich es so schön, dass ich es gerne als Shoppingtipp weitergebe.
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| Die Künstlerin Nia bei der Arbeit |
Im Atelier ist allerhand selbstgemachte Deko der Künstlerin zu finden. Ich war sofort begeistert und habe mir alles angeschaut. Leider gibt es nur ein Fenster und es war ein wenig dunkel um gut zu fotografieren, doch für einen Eindruck reicht es. Das Motto lautet sowieso "selbst ansehen" ;-)
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| Sehr gut gefallen haben mir die herzigen Lavendelsäckchen |
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| Verzierte Gläser, Kartenhalter für die Familie, Kissen ... |
Als Mitbringsel habe ich mir eine Nagelbürste in Fischform mit der Aufschrift "BAIN..." ausgesucht. Sie hängt jetzt bei mir an der Gästetoilette, sozusagen als Ersatz für ein Türschild ;-) Ich habe es
hier auf Instagram schon gezeigt.
....Und mit der Gästetoilette bin ich wieder Zuhause angelangt.
Seid ihr alle mitgereist und wieder gut zurückgekehrt? :-) Dann geht es gleich entspannt auf die Couch, von der aus wir uns das Fußballspiel anschauen werden. Es heißt wieder Daumen drücken!
Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und grüße alle meine neuen LeserInnen herzlich ♥winkewinke♥ Natürlich habe ich die Verlosung nicht vergessen, aber die Gewinner gibt es beim nächsten Mal!
Bis dahin heißt es
au revoir !
♥ Eure Naddel ♥
Hier folgt nun die Übersicht aller
Berichte. Nach und nach werde ich überall die Links hinterlegen, sobald
ich einen neuen Artikel online stelle.
Viel Spass beim stöbern !! ;-)
8 Tagesausflüge und 13 Ziele im Urlaub an der Ardèche:
- Die Brücke in Saint-Martin-d’Ardèche, mittelalterliches Aiguèze und L'atelier de Nia(dieser Artikel)
- Baguette vom Markt aus Bagnols-sur-Cèze und Picknick bei den Sautadet Cascades
- Idyllisches Goudargues und beruhigende Aussichten in La Roque-sur-Cèze
- Trödel- und Antiquitätmarkt und das Côté Patine in Barjac
- Die Rhône und Torkunst in Pont-Saint-Esprit
- Gruseliges La Ferme aux crocodiles und Licht in den Grotten von Saint-Marcel
- Kanuten am Pont d’Arc und auf den Balkonen über den Gorges de l’Ardèche
- Ohne Theater in Orange und Duftendes von Côté Fontaine
Unsere Unterkunft: